Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen

Veranstaltungen - Veranstaltung Archiv

1. Zeitzeugentagung

21.-22-Juni 2022, Universität Rostock -VERSCHOBEN-

Zwei Jahre nach der Eröffnung unserer Arbeitsstelle schauen wir auf mehr als zwanzig äußerst gewinnbringende Gespräche mit Menschen zurück, die zu DDR-Zeiten in die Arbeit an den Pädagogischen Lesungen eingebunden waren – Verfasserinnen und Verfasser ebenso wie organisatorisch Verantwortliche aus verschiedensten Fachrichtungen und Einrichtungen. Einige Dokumentationen der Gespräche sind bereits als Sonderheft unserer Schriftenreihe erschienen, andere werden in den kommenden Monaten veröffentlicht. Unsere erste Zeitzeugentagung, die am 15./16. Mai 2020 in Rostock stattfinden wird, vereint die verschiedenen Erfahrungen und Sichtweisen auf das Format Pädagogische Lesungen zu einem gemeinsamen Arbeitsprozess – wir freuen uns auf 10 bis 15 „PL-Experten“ aus allen Teilen der ehemaligen DDR.

Tokio 1964 – mit einer gemeinsamen Mannschaft bei den Olympischen Spielen

27. April 2022, 15.00 – 17.00 Uhr, Campus Ulmenstraße, Hörsaal Arno-Esch 1, Vortrag mit Filmvorführung, Dr. Juliane Lanz

Die Berliner Mauer war gebaut und die innerdeutschen Beziehungen hatten einen Nullpunkt erreicht. Dennoch verlangte das IOC eine gemeinsame deutsche Mannschaft. Wie diese Mannschaft funktionierte, hat der Filmemacher Thomas Grimm in alten und neuen Bildern eindrücklich festgehalten. Experten werden die Darstellung einordnen und zwei Sportler aus Ost und West berichten, wie sie die Situation wahrgenommen haben. Es wird geklärt, welche Rolle die Staatssicherheit spielte und wie Schulkinder das Thema im Unterricht wahrnahmen.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Eintritt ist kostenlos und eine Anmeldung nicht erforderlich. (Es gilt 2G ab 18 Jahren und Maskenpflicht.)

 

Digitale Vernissage

„Pädagogen als (Er-)Neuerer – Die Pädagogischen Lesungen als Wegbereiter für Innovationen in der DDR-Pädagogik“

Die Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen hat ihre wissenschaftlichen Arbeitsergebnisse in eine digitale Ausstellung überführt und freut sich, diese mit Ihnen zu teilen.

Die Teilnahme an der digitalen Vernissage ist über folgenden Link möglich:

https://uni-rostock-de.zoom.us/j/66102275151

Den Link zur Online-Ausstellung finden Sie  hier.

Gipfelglück. Natur und Sport im Museum Der Bergsport in der DDR – ein Angebot für Kinder und Jugendliche?

8.-9. Oktober 2020, München, Deutscher Alpenverein, Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft und Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Sportarchive, Sportmuseen und Sportsammlungen

Dr. Juliane Lanz

Der Bergsport lässt sich in den Kategorien Klettern, Bergsteigen und Wandern in der DDR nachweisen, organisiert im Deutschen Verband für Wandern, Bergsteigen und Orientierungslauf. Gerade die beiden ersten Aktivitäten wurden jedoch häufig nicht-institutionalisiert ausgeübt und boten lediglich im Bereich des Kletterns ein lokal begrenztes Angebot für Kinder und Jugendliche. Wandern hatte eine deutlich wichtigere Funktion und wurde oftmals außerunterrichtlich (beispielsweise im Hort oder über die Jugendorganisation FDJ) organisiert. Die Pädagogischen Lesungen belegen, dass die Motivationen für die Durchführung vor allem in den Bereichen Erziehung zur Heimatliebe, Verbesserung der körperlichen Fitness, Verbesserung der Geländeorientierung und zur Anleitung zur Selbstständigkeit sowie zur sinnvollen Freizeitgestaltung lagen. Sie zeigen jedoch auch, dass das pädagogische Potential von Wanderungen und Naturexkursionen nicht ausgeschöpft wurde, was beispielsweise durch eine Verbesserung der Infrastruktur und eine umfangreichere Einbeziehung verantwortlicher Pädagog*innen hätte erreicht werden können.

Fachaustausch im Rahmen des Verbundprojektes

30. - 31. März 2020, Humboldt-Universität zu Berlin

Aktueller Stand der Projekte & Gastvortrag von Prof. Dr. Gert Geißler (HUB) zur Einheitsschule vor der DDR

Treffen des Verbundprojektes

15. - 16. November 2019

Gastvortrag mit Diskussion: Kulturgeschichte der DDR  – Prof. Dr. Gert Dietrich (HU Berlin)

Universität Hildesheim: Zeitschriftenauswertung zu Berichten über den DDR-Unterricht bzw. Schulwesen Für die Jahre nach 1990

HU Berlin: Teilstudie "Indoktrinierender Unterricht – Bilder über Fachunterricht in Filmaufzeichnungen der DDR"

HU Berlin: Kindheitserinnerungen – Narrative im Erinnerungsdialog von Grundschüler*innen mit alten Menschen aus der DDR – mit Blick auf den Mythen-Begriff“

Universität Rotock: Die Pädagogische Lesungen in ersten Systematisierungen, thematischen Forschungen, Publikationen und Zeitzeug*innenberichten

Univrsität Hildesheim: Konstruktionen von Kindheit und Bildungswege in der DDR. Präsentationen aus zwei Fallstudien"
 

Dis/ability in Germany, Yesterday and Today

26.-27. September 2019, University of Cincinnati, Foreign Influences on the Establishment of Academic Sign Language Research in the Divided Germany during the Cold War

Dr. phil. Anja Werner

Seit den 1970er Jahren begannen einzelne Forscher in beiden Teilen Deutschlands, sich näher mit den Gebärden, die gehörlose Menschen untereinander zur Kommunikation nutzen, auseinanderzusetzen. In der DDR gingen Rehabilitationswissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin Ende der 1980er soweit, offen mit Vertretern des Gehörlosen- und Schwerhörigen Verbandes der DDR (GSV) zusammenzuarbeiten, um Gebärden bzw. Gebärdensprache auch in der Gehörlosenbildung nutzbringend einzusetzen. Die Praxis sah allerdings anders aus: Wie u.a. Pädagogische Lesungen verdeutlichen, blieb man im Gehörlosenunterricht der DDR bis zum Ende offiziell der Lautsprachvermittlung treu. Lediglich im Umgang mit mehrfach behinderten gehörlosen Kindern und Jugendlichen wurde auf Gebärden zurückgegriffen.

Vortrag Seniorenakademie Universität Rostock: Sozialistische Schule zwischen Anspruch und Wirklichkeit – die Pädagogischen Lesungen als ungehobener Schatz zur Erforschung von Unterricht in der DDR

10. Juli 2019, Universität Rostock, Audimax

Prof. Dr. K. Koch & Dr. K. Koebe

Mittwoch, d. 10. Juli 2019, 17.00-18.30 Uhr

Fachaustausch im Rahmen des Verbundprojektes

20.-21.06.2019, Universität Hildesheim

Zum Verständnis des Begriffes "Mythos" - Implikationen für den Forschungsverbund